Osteopathie

Die osteopathische Medizin dient vorwiegend der Erkennung und Behandlung von Funktionsstörungen. Diagnose und Therapie erfolgen mit spezifischen osteopathischen Techniken, die mit den Händen ausgeführt werden.

Eine der wesentlichen Grundlagen der Osteopathie ist die Erhaltung und Wiederherstellung der Beweglichkeit aller Strukturen im Körper.

Ziel der Behandlung ist es, die Selbstheilungskräfte des Patienten zu aktivieren, damit der Patient langfristig in der Lage ist, sich bestmöglich an Belastungen anzupassen.

Zur Osteopathie gehören die Untersuchung und Behandlung der drei folgenden Gebiete:

Grenzen der Osteopathie:

Bei schweren und/oder akuten Erkrankungen, sollten sie zunächst einen Schulmediziner konsultieren. Osteopathie ist keine Notfallmedizin. Offene Wunden, Brüche, Verbrennungen und andere akute Verletzungen gehören ebenfalls in die Hände eines Artztes. Psychische Erkrankungen können begleitend zu einer psychologischen Betreuung, mit Osteopathie behandelt werden.

Anwendungsbereiche

Die Anwendungsgebiete finden sie bei den einzelnen Bereichen der Osteopathie.

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Die viscerale Osteopathie: Organe

Visceral kommt von Viscera, lateinisch für Eingeweide. Dieser Teil der Osteopathie ist für die Behandlung von inneren Organen, (Blut-) Gefäßen und einem Teil des Nervensystems zuständig. Dabei wird die Beweglichkeit der Organe zueinander und das sie einhüllende oder stützende Muskel- und Bindegewebe ertastet und behandelt. Die Funktion der Organe wird unterstützt und angeregt, die Selbstheilungskräfte gefördert und krankhafte Mechanismen aufgelöst.

Anwendungsgebiete:


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Die parietale Osteopathie: Stütz- u. Bewegungsapparat

Dieser Teil der Osteopathie beschäftigt sich mit Faszien, Muskeln, Knochen und Gelenken, also mit Störungen des Stütz- u. Bewegungsapparates. Störungen, wie etwa Gelenkblockierungen, werden durch sanfte Techniken gelöst, Verspannungen werden gelockert. Dieser Bereich ist am ehesten mit der so genannten "Manuellen Medizin" und der Chirotherapie vergleichbar.

Faszien

Besondere Aufmerksamkeit wird den Faszien gewidmet. Dies sind zähe, aus Bindegewebe bestehende Häute, die alle Bestandteile des Körpers wie Knochen, Muskeln und Organe einhüllen und miteinander verbinden. Alle Faszien zusammen bilden ein dreidimensionales Netz, das den Körper in allen Bereichen verbindet.

Anwendungsgebiete:

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Die craniosacrale Osteopathie

Cranio-sacral kommt von lateinisch cranium = Schädel und sacrum = Kreuzbein.

Das craniosacrale System steht in engem Zusammenhang mit dem ganzen Körper. Bei einer Störung an dieser Stelle können auch negative Auswirkungen in Organen, Muskeln, Knochen oder dem Nerven-, Gefäß- und Hormonsystem auftreten. Durch die craniosacrale Therapie können solche Störungen ertastet und durch meist sehr sanften Druck auf den Schädel oder bestimmte Körperregionen normalisiert werden. Allgemein bewirkt die craniosacrale Therapie eine Stärkung der Vitalfunktionen und einen Ausgleich bei Spannungszuständen.

Besondere Beachtung gilt in diesem Bereich dem Schädel.

Im Schädel befindet sich unser größtes Steuerungssystem für alle Funktionen unseres Körpers. Somit können Störungen am Schädel mit jedem auftauchenden Problem am oder/und im Körper zusammenhängen , oder Ursache sein. Ein Osteopath betrachtet den Schädel in all seinen Einzelteilen ( Knochen, Hirnhäute ,Hirnwasser etc.) als sehr fein bewegliches zusammenhängendes System. Störungen der Beweglichkeit an einem dieser Anteile, ausgelöst durch z.b. einem Schleudertrauma, können Symptome wie Kopfschmerzen, Magen/Darmbeschwerden, Sehstörungen, Konzentrationsstörungen, Tinitus und v.a.m. auslösen. Die craniosacrale Osteopathie kann somit bei vielen Problemen sehr nützlich sein.

Anwendungsgebiete:

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